Besonderes in unserem Hort

Wir nutzen freie Zeit für:

  • Ausflüge in die nähere Umgebung
  • Museumsbesuche
  • Sport und Spiel in der Turnhalle
  • Portfoliowerkstatt
  • Kreativwerkstatt

Unser Hausaufgabenzimmer ist:

Montag, Dienstag und
Donnerstag von
13.00-16.00Uhr geöffnet

Hausaufgaben werden von
Kindern eigenverantwortlich erledigt

Die Angebote im Hort sind
offen und freiwillig

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Mach dir ein Bild!

Ein kunsttherapeutisches Begegnungs-Projekt an der 6. Grundschule Dresden,

geleitet von Claudia Zöllner und Franziska Müller

Hort Tag 111

Wir sind Kunsttherapiestudentinnen im 5. und 9. Semester und lernten uns 2013 im Institut und Atelier für Kunsttherapie in Weißig (geleitet von Dr. Ruth Janschek-Schlesinger, siehe auch: www.akm-janschek.de) während unserer Praktika kennen. Dort waren wir für die Gruppenkunsttherapie zuständig und standen in regem Austausch wenn es um Vor- und Nachbereitungen ging. Unsere Zusammenarbeit empfanden wir als sehr anregend und bereichernd, weshalb wir beschlossen diese auch nach Beendigung unserer Praktika in Form eines gemeinsam organisierten Kunsttherapieprojektes weiter zu führen.

Daraufhin entstand die Idee mithilfe künstlerischer Materialien einen Begegnungsraum für zwei verschiedene Gruppen von Menschen zu eröffnen. Dabei sollte eine Basis geschaffen werden, auf der die individuellen Unterschiede zwischen den Einzelnen keine Rolle spielen. Allein die Begegnung stand somit im Fokus des Projektes.

Da die sechste Grundschule Dresden seit Beginn des Schuljahres 2015/16 Kooperationsklasse führt, sollten die Erstklässler in den ersten sechs Schulwochen begleitet werden. Zu diesem Zweck boten wir an zwei Tagen in der Woche nachmittags ein kunsttherapeutisches Projekt an. Die Teilnehmergruppe setzte sich aus Kindern mit und ohne Körperbehinderung zusammen.

Hort Tag 118

Mit diesem Angebot entstand für die Kinder ein Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und vertraut-Werden. Hierbei stellte der bisher ungenutzte Gruppenraum die ideale Möglichkeit dar, den Schülern einen besonderen Ort zu bieten, der über die gesamte Dauer des Projektes ausschließlich dafür zur Verfügung stand.

Beim gemeinsamen Gestalten mit künstlerischen Materialien – beim Malen, Zeichnen, Bauen, Formen, … – konnten die Schülerinnen und Schüler dort miteinander in Kontakt kommen. Dies musste nicht immer auf verbaler Ebene geschehen, denn Gestaltungen jeglicher Art bieten die Möglichkeit zu individuellem und persönlichem Ausdruck und fungieren somit als Träger und gemeinsame Basis von Kommunikation. Die Bildebene bot in diesem kunsttherapeutischen Projekt die besondere Chance für einen kindgerechten Austausch, da hier das sinnliche Erleben – das Tun – im Vordergrund stand.

Hort Tag 425

Ziel war es, einen Gruppenprozess entstehen zu lassen und die Voraussetzung für gemeinsame Erfahrungen und Erfolgserlebnisse zu schaffen. So konnten Begegnungen entstehen, ein Wir-Gefühl entwickelt und der Zusammenhalt gestärkt werden.

Zudem wurde es den Schülern ermöglicht, in der direkten Begegnung ein Anderssein kennen, akzeptieren und schätzen zu lernen.

Rückblickend konnten die Kinder gemeinsam kreative Bilder und Objekte erschaffen, wobei körperliche Einschränkungen und Unterschiede vollkommen in den Hintergrund getreten sind. Im Miteinander entstand ein reges Interesse für die Gestaltungen der anderen wobei sich Kleingruppen im Arbeitsprozess immer wieder, je nach Bedürfnis und verbindenden Themen, neu bildeten. Manchmal wurde sich z. B. gegenseitig beim Kleben von Figuren aus Zeitungspapier geholfen oder gemeinsam an einem Haus für diese gearbeitet. Ein andermal nahmen sich die Kinder Raum für sich und gestalteten beispielsweise Behausungen und Gärten allein.

Hort Tag 513

Insgesamt konnten wir eine zunehmende Vernetzung innerhalb der Gruppe wahrnehmen, die sinnbildlich auch auf der Ebene der Gestaltungen zu sehen war: Gemeinschaftshäuser, verbindende Straßen, etc. Es ist ein offener Raum entstanden, in dem die Kinder scheinbar nebenbei über das Medium der Kunst miteinander in Kontakt kommen konnten.

Bei unserem gemeinsamen Abschlussfest entstand Raum für die Würdigung und Bewunderung aller entstandenen Werke. Bei Kaffee, Saft und Keksen gab es eine kurze Vorstellung der Projektinhalte und Fotos. Eingeladen waren Eltern, Großeltern und Geschwister, die zur Freude aller Beteiligten zahlreich erschienen.

Abschließend ein Zitat aus unserem Konzept:

Schlussendlich sollen alle Kinder die Erfahrung von positiven Begegnungen machen, die sie befähigen ein Stück ihrer Unvoreingenommenheit anderen Menschen gegenüber beizubehalten und somit ein Beitrag zur gelingenden Integration der körperbehinderten Schüler geleistet werden.

– Dem sind wir wohl recht nahe gekommen.

Hort Tag 833

PS: Alle Fotos können über einen USB Stick im Hort bezogen werden.